
Torch wurde 40. Und das musste gebührend gefeiert werden. Er lud schon vor Monaten in die Halle02 ein. Innerhalb weniger Tagen war das Konzert restlos ausverkauft. Ich hatte Glück eine Karte zu ergattern. Das durfte man sich einfach nicht entgehen lassen. Unter meinen Freunden bekam auch nur die Eizi die Ehre an diesem Spektakel teilzunehmen. Ich konnte sie jedoch nicht überreden, sich mit mir vor dem Einlass zu treffen. Also chillte ich allein in meinem Auto vor der Halle zu „Monty“ von Ahzumjot und wartete, dass man rein durfte. Mit mir auf dem Parkplatz stand ein Campingwagen. Viel zu geil. Reisen die extra an und campen sogar vor der Halle. Ein Tag später erfuhren wir sogar, wer die Besitzer waren. (siehe Bericht 1.10.11 Casper @Halle02, Heidelberg) Was ich nicht mitbekam: Vorne wurden Absperrungen angebracht um den Einlass zu kontrollieren. Und ich war schon vorher „drin“ bzw. auf dem Gelände. Jedoch konnte ich nicht aus der Halle rein und raus ohne Stempel. Also gab ich doch vorne meine Karte ab.

Es gab unendliche Welcome Shots. (Wieso bin ich mit dem Auto hingefahren?) Der Warm up DJ legte guten deutschsprachigen Rap auf, wie z.B. Huss und Hodn, Plan B, Marteria, uvm. Peinlich: Kleine Jungs die richtig affig darauf abdancten. Toni-L begrüßte im „Wir waren mal Stars“-T-Shirt pünktlich um 21 Uhr das Publikum. Funkverteidiger machten daraufhin den Anfang. Eine komplette Stunde durften die Jungs aus Leipzig spielen. Endlich mal ein Voract, der auch überzeugen konnte. Das gleiche galt auch für Can la Rock, aus dem Hause 360 Grad Records. Mit passender Collegejacke und einer Energie, die Bock auf mehr machte, wärmte er noch ein letztes Mal die Crowd auf, bevor der King die Bühne betreten sollte.

Dann war es soweit. Die komplette Halle wurde verdunkelt. Zwei DJs gingen an die Decks. In roten T-Shirts mit Torch-Aufdruck zeigten B-Boys ihr Können. Im Hintergrund wurde auf einer Leinwand in rasanter Diashow Fotos aus 40 Lebensjahren vom Frederik Hahn gezeigt. Und dann kam er. Die Halle tobte. Torch fing mit „Kapitel 29“ an. Alle rasteten aus. Allein der Anfang war so gigantisch. Ich bekam Gänsehaut. Es wurden nicht nur Songs von „Blauer Samt“ gespielt, sondern auch richtig alte Dinger. Nur „Fremd im eigenen Land“ vermisste ich. Zusammen mit D-Flame und DJ Stylewarz gab es dann die erste Überraschung: „Heiss wie Feuer“ und „Bitte wer (Heiss wie Feuer 2)“. Viel zu geil. Nächster Gast: Future Rock von LSD. Um mich herrum war ja das Durchschnittsalter so 16-17. Und ich so „LSD? AHHHHHHHHHHH“ und die so „LSD? Wer?“. Das Gleiche dann auch bei Ebony Prince.

MC Rene kam mit FlipFlops auf die Bühne. Torch hatte eindeutig aber die besten Schuhe von allen an dem Abend an: Schwarze Nike Air Max. Wie erwartet, freestylte Reen. Mit Toni-L wurde natürlich dann „Wir waren mal Stars“ performt. Can la Rock machte die Backups. Aber ebenso auch „Der Zug rollt“ und „Ohweyoweyo“. In schicken Hemden schauten dann die Stieber Twins vorbei. Der Chris in weiß, der Martin in schwarz. (Entschuldigt, wenn ich es doch verwechselt habe!!!!) For sure gab es den Song „Fenster zum Hof“. DJ Mad schlich sich in der Zwischenzeit an die Turntables und Curse kam auf die Bühne für die „10 Rapgesetze“. Aber moment? Wo war die Brille? Aphroe war auch da, sodass es offensichtlich war als LA FAMILIA mit „Harte Zeiten“ auf die Bühne zu gehen. Pure Doze von Too Strong bekam vorne auch wieder so ein lahmes Gejubel wie bei Future Rock. Ich hingegen rastete komplett aus. Er spielte leider nur „Rabenschwarze Nacht“ und verschwand dann auch direkt wieder.

Jetzt wurde es „Catch A Fire“-like: Marteria, Denyo, Max Herre, Jan Eißfeldt, D-Flame, Stiebers, Curse, MC Rene und alle anderen Gäste kamen auf die Bühne feierten und performten zusammen. Sogar Paul Ripke rappte. Scotty76 kam aus dem Nichts hervor. Curse machte Stagediving. Damit repräsentierten sie richtig dieses Community-Feeling. Danke! Vielen Dank! DJ Dynamite war auch kurzzeitig zu sehen. Was ja auch nicht fehlen darf, sind die Groupies. Neben mir kreischte ein Mädchen die ganze Zeite „DENYOOO! DENYOOO!“ und versuchte mit den Händen nach ihm zu greifen. Und wieder „DENYOOO!“. Ich irgendwann: „EY Denyo WILL DICH NICHT, Mann!“ ^^ Und es war Ruh im Karton. Aber nur für kurze Zeit. Leider.

Die Aftershow fand im selben Raum statt. Aber auch die Halle 01 wurde fürs Partyvolk geöffnet. Dort gingen so gut wie alle hin. Kurze Zeit später gab es auch schon keinen Einlass mehr. In der Halle02 tanzten drei einsame Seelen zur Kopfnickerlastigen Musik. Eine Dame mit Dreadlocks schien sehr angetan und bewegte sich wie in einem Klischee-Rap-Musik-Video for dem DJ. Der war natürlich begeistert und bat sie auf die Bühne zu kommen. Kaum war die da oben, fing sie an zu strippen. Haha. Aber sie schaffte es nur, das Oberteil auszuziehen, denn scheinbar kehrte etwas Vernunft wieder zu ihr zurück. Dabei traf ich auf DJ Mad , der so freundlich war, mir Cleptomanicx Sticker zu schenken. Um einen Besuch in Heidelberg komplett zu machen, gönnten wir uns im Mandy´s um die Ecke einen Heidelburger.
Jedoch: Wo war Cora E? Wieso kam Samy nicht? Wieso gab es am Merchandise keine Girlie Shirts? Wieso gibt es nicht mehr solche Shows? Das Geld hatte sich dennoch hundertprozentig gelohnt. Danke, Torch.
Wie immer gibt es alle Fotos als Slideshow. Klickst du?
(Die Seite spinnt manchmal, sodass man leider seinen Kopf verdrehen muss, um paar Bilder angucken zu können. Entschuldigt!)
Und hier hat einer einen kleinen Zusammenschnitt von Handyvideos online gestellt.
http://www.youtube.com/watch?v=f7TKgK4YeMY